Heute wirds kurz, weil ich hab wenig Zeit und werde deshalb beim Kern der Sache bleiben.
Das einzige Bett der Gastfamilie, der Lieblingsstift, die Kriegsuhr aus dem Arsch des Großvaters. Dinge haben nur einen geringen oder gar keinen materiellen Wert (die Uhr ist kaputt), werden aber emotional aufgeladen.
Der Wert bestimmter Gegenstände liegt nicht in diesen Gegenständen selbst und ist schon gar nicht materieller Art - außer vielleicht bei Sammlerstücken - sondern wird individuell zugeschrieben.
Nun bin ich der Meinung, dass es sich bei Trash genauso verhält. Dinge, die an sich für Müll erklärt und damit wertlos geworden sind, werden aus irgendwelchen Gründen, und sei es nur aus dem Bedürfnis heraus, alles anders zu machen als die Anderen, mit emotionalen, nicht rationalen Werten belegt und damit wieder wertvoll.
Dass viele Leute der Trash Couture angehören (möchten), ist schon wieder irgendwie ein Massenphänomen. Andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass in einem Paralleluniversum (weil hier war es ja nicht so) der Trend in die Richtung ging, Kriegsuhren von gefallenen Großvätern zu tragen. Insofern denke ich handelt es sich hier prinzipiell um das Gleiche.
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